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Katholisches Bildungswerk

Das Katholische Bildungswerk ist eine gesetzlich anerkannte, öffentliche Einrichtung der allgemeinen Erwachsenenbildung in Österreich. Es ist in nahezu allen Pfarren unseres Landes ein wesentlicher Teil der Gemeinschaft.

So auch in Tulln St. Stephan, wo es uns ein Anliegen ist, ausgewiesene Fachleute verschiedener Disziplinen für niveauvolle Vorträge zu gewinnen, um so einen möglichst großen Personenkreis in der Stadt Tulln und deren Umgebung anzusprechen. Die erfreulich hohen Besucherzahlen der Vergangenheit belegen, daß diese Angebote gut angenommen und geschätzt werden.

 

Nach einer pandemiebedingten Pause und einer personellen Neuaufstellung ist das Katholische Bildungswerk unserer Pfarre zu neuem Leben erwacht. Unter der Leitung von Fr. Ilse Petermann wurde ein spannendes Programm mit sechs Vorträgen beginnend mit Oktober 2023 bis Juni 2024 auf die Beine gestellt.

Die thematischen Schwerpunkte bilden Referate aus den Bereichen Geschichte, Kunstgeschichte und Religion, wobei die theologischen Vorträge die konkrete Lebenssituation von Menschen in den Blick nehmen und von der Kraft des Glaubens zur positiven Veränderung künden. Bei den (kunst-)historischen Themen wird stets ein Augenmerk auf einen Bezug zur Stadt Tulln bzw. zu deren Umland gelegt.

VORSCHAU

Vortrag

"Ich, Süßman, der Jude von Tulln." Die Tullner jüdische Gemeinde im Mittelalter

Referentinnen:  PD Dr. Eveline Brugger MAS, PD Dr. Birgit Wiedl MAS (Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten)

Datum:  Mittwoch,  11. März 2025, 19.00 Uhr

Ort:  Paulussaal, Wiener Straße 20, Tulln

Beitrag:  Spende nach ihrem Ermessen

Die ersten Quellen, die auf eine jüdische Ansiedlung im mittelalterlichen Tulln schließen lassen, stammen aus der zweiten Hälfte des 13. Jh. Im frühen 14. Jh. treten dann die ersten Tullner Jüdinnen und Juden namentlich in den Quellen auf, wobei von Anfang an die enge Verbindung der Tullner Judenschaft zum Wiener Raum deutlich wird: Das jüdische Ehepaar Jöslein und Hendlein kaufte 1315 einen Weingarten in Grinzing, 1329 treten der Tullner Jude Süßman und seine Frau Rainel als Mitbesitzer eines Hauses in der Wippplingerstraße auf.
Von da an lassen sich jüdische Bewohner Tullns bis zur Vertreibung der österreichischen Judenschaft 1420/21 nachweisen. Diese Zeit war vom weitgehend friedlichen Zusammenleben mit der christlichen Mehrheitsbevölkerung geprägt, sie war jedoch auch nicht frei von Ausbrüchen antijüdischer Gewalt: In hebräischen Quellen erscheint Tulln im Jahr 1338 als eine der „Blutstädte“, in denen es nach einer behaupteten Hostienschändung in Pulkau zu blutigen Verfolgungen kam.
Der interessante Vortrag wird einen geschichtlichen Abriss der mittelalterlichen, jüdischen Besiedlung Tullns zeigen.

Kontakt

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

kbw [at] tulln-sanktstephan.at (kbw[at]tulln-sanktstephan[dot]at), oder telefonisch beim Pfarramt St. Stephan: 022 72 / 623 38

 

Wenn Sie mehr über das Katholische Bildungswerk der Pfarre Tulln St. Stephan erfahren wollen, nutzen Sie bitte unser Kontakt-Formular. Weitere Informationen zum Katholischen Bildungswerk der Diözese St. Pölten finden Sie unter www.kbw-bildung.at.